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Branchen · Prozessindustrie

Circular Economy & Bioraffinerie

Wir steuern Recycling- und Bioraffinerieprojekte von der Kalkulation bis zur Anbindung an den laufenden Standort – und später den ersten Stillstand.

Diese Seite behandelt neue Anlagen für chemisches Recycling und biobasierte Rohstoffe. Der Einsatz biogener Rohstoffe in bestehenden Raffinerien steht unter Raffinerie & Kraftstoffe.

Frühphase
die Entscheidung fällt, bevor Erfahrungswerte da sind
Integration
die neue Anlage muss in einen laufenden Standort
Feedstoff
schwankende Qualität ist die Regel, nicht die Ausnahme
Vorhaben
meist Neubau, seltener klassischer Stillstand
Marktlage

Vom Abfall zum Einsatzstoff

Die Kreislaufwirtschaft wird zum eigenen Industriezweig: Chemisches Recycling – etwa Pyrolyse oder Depolymerisation – verwandelt schwer verwertbare Kunststoffe wieder in Einsatzstoffe für die Chemie, und biobasierte Routen treten neben die fossilen. Getrieben wird das von steigenden Rezyklat-Anforderungen entlang der Wertschöpfungskette.

Technisch ist das Feld jung: Viele Verfahren stehen im Scale-up, das Produkt muss in bestehende Chemie- und Petrochemie-Verbünde eingebunden werden, und die Wirtschaftlichkeit hängt an Feedstoff-Qualität, Ausbeute und Integration. Für Projekte heißt das: Es geht im Moment seltener um klassische Stillstände als um den Bau neuer Anlagen und ihre Anbindung an laufende Standorte.

Bei einer Anlage, die es so noch nicht gibt, liegt die Unsicherheit neben der Technik auch im Plan.
Herausforderungen

Was hier anders ist

Scale-up ohne Erfahrungsbasis

Junge Verfahren erschweren belastbare Umfänge, Budgets und Termine. Die Frühphasen-Prognose entscheidet hier mehr als bei jedem etablierten Anlagentyp.

Integration in den Bestand

Anbindungen an laufende Verbünde verbinden Projekt- und Stillstandslogik – inklusive knapper Anbindungsfenster, die Jahre vorher feststehen.

Schwankender Feedstoff

Abfall- und Biomasseströme schwanken in Qualität. Anlage und Terminplan müssen mit dieser Variabilität umgehen, statt eine Konstante anzunehmen.

Genehmigung und Nachweis

Neue Verfahren müssen genehmigungs- und sicherheitstechnisch sauber nachgewiesen werden – und dieser Nachweis liegt oft auf dem kritischen Pfad.

Die Wirtschaftlichkeit ist Teil des Projekts

Ausbeute, Energie und Integration entscheiden über die Tragfähigkeit. Diese Größen gehören in die Steuerung, nicht nur in die Investitionsrechnung.

Typische Aufgaben

Ihre Aufgabe – und was wir dafür haben

Links steht, womit Betreiber in dieser Branche auf uns zukommen. Rechts, welche Leistung das abdeckt.

  • Irgendwann steht der erste Stillstand an

    Turnaround Management

    Die Basis für die ersten Turnarounds legen: analysieren, was zu erwarten ist, die Organisation strukturieren und die erste Umsetzung begleiten.

  • Das Budget muss stehen

    Projektkalkulation & Budget

    Kalkulation von unten statt Pauschale – mit ausgewiesener Bandbreite statt Scheingenauigkeit.

  • Wir bauen eine neue Anlage

    Project Controls on demand

    Steuerung über den gesamten Projektverlauf – skalierbar mit dem Fortschritt.

  • Die Anbindung muss in den Bestand passen

    Projektmanagement

    Steuerung von Engineering, Beschaffung, Bau und Inbetriebnahme aus einer Hand – über alle Schnittstellen hinweg.

  • Auf der Baustelle fehlt die Führung

    Bauleitung & Construction Management

    Führung auf der Baustelle: Gewerke koordiniert, Qualität dokumentiert, Restpunkte abgearbeitet.

  • Uns fehlen Leute für das Projektteam

    Staffing

    Terminplaner, Projektsteuerer und Bauüberwacher – geprüft und genau für die Monate, in denen Sie sie brauchen.

Passt dazu

Stillstand oder Projekt?

In dieser Branche unterstützen wir in beiden Welten. Von hier aus geht es weiter zu den Leistungen, die dazugehören.

Anlagenstillstände

Vom TAR-Check über Scope und Terminplanung bis zur Führung des gesamten Stillstands.

Zu den Leistungen

Investitionsprojekte

Von der Machbarkeit über Kalkulation und Project Controls bis zur Bauleitung und Gesamtverantwortung.

Zu den Leistungen
Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie gehen Sie mit dem Scale-up-Risiko einer neuen Anlage um?

Wir nennen eine Zahl und weisen ihre Bandbreite aus: Technische Unsicherheiten, Lernkurven und Alternativszenarien werden benannt und in Termine und Kosten übersetzt. Die technische Bewertung des Verfahrens bleibt beim Engineering. Für die Termin- und Kostenprognose kommt DICTUM dazu – wo eigene Erfahrungswerte fehlen, arbeiten wir mit vergleichbaren Projekten statt mit Schätzungen.

Können Sie mit schwankenden Einsatzstoffen umgehen?

Ja. Abfall- und Biomasseströme schwanken in Qualität – das ist keine Störung, sondern die Betriebsrealität. Wir planen Termine und Kosten so, dass diese Variabilität als Bandbreite abgebildet ist, statt einen Idealwert fortzuschreiben.

Wie binden Sie eine neue Anlage an einen laufenden Standort an?

Über Scope- und Integrationsmanagement mit Tie-in-Logik. Das Anbindungsfenster liegt meist Jahre vorher fest und ist der härteste Termin des Projekts – die gesamte Planung wird von diesem Datum rückwärts aufgebaut.

Warum braucht ein Pionierprojekt klassische Projektdisziplin?

Weil bei diesen Investitionssummen Improvisation schnell teuer wird. Neue Technik heißt nicht neue Methodik: Termine, Kosten, Umfang und Dokumente führen wir mit denselben erprobten Project-Controls-Methoden wie in jedem anderen Investitionsprojekt – gerade weil die Technik weniger Erfahrungswerte hergibt.

Begleiten Sie auch Inbetriebnahme und Hochlauf?

Ja. Wir begleiten über den gesamten Lebenszyklus – von der Idee über Planung und Steuerung bis zur Inbetriebnahme und zum stabilen Hochlauf. Gerade bei neuartigen Anlagen entscheidet der Hochlauf darüber, ob die Wirtschaftlichkeit hält.

Begriffe wie Chemisches Recycling erklärt unser Glossar – zusammen mit 58 weiteren Begriffen aus dem Stillstands- und Projektgeschäft.