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Branchen · Prozessindustrie

Industriegase

Wir steuern kurz getaktete Stillstände an Luftzerlegern, Wasserstoff- und CO₂-Anlagen – ebenso wie die H₂- und CO₂-Projekte, die neu dazukommen.

Diese Seite behandelt die Gaseversorgung: Luftzerleger sowie Wasserstoff- und CO₂-Anlagen, die Kunden über Leitung oder vor Ort beliefern. Elektrolyseure und Elektrifizierungsprojekte am eigenen Standort stehen unter Wasserstoff & Elektrifizierung.

On site
Versorgung oft ohne Puffer für den Kunden
Fenster
kurz, fest und vertraglich zugesagt
Kryotechnik
Coldbox und Verdichter auf dem kritischen Pfad
Wachstumsfeld
H₂- und CO₂-Anlagen kommen dazu
Marktlage

Rückgrat der Industrie – und Wachstumsfeld

Industriegase sind das stille Rückgrat der Prozessindustrie: Luftzerlegungsanlagen liefern Sauerstoff, Stickstoff und Argon, dazu kommen Wasserstoff und CO₂ als Wachstumsfelder der Transformation. Die hohe Stromintensität der Luftzerlegung macht Energieeffizienz zur zentralen Stellgröße, und rund um H₂ und CO₂ kommen neue Anlagen hinzu.

Für Instandhaltung und Projekte heißt das: On-site-Anlagen versorgen ihre Kunden oft mit nur geringem Puffer – Verfügbarkeit ist vertraglich zugesagt und teils versorgungskritisch. Stillstände müssen deshalb kurz, präzise und exakt getaktet sein. Gleichzeitig binden Neubau- und Anbindungsvorhaben zunehmend Projektumfänge in dieselben Standorte ein.

Wo der Kunde keinen Puffer hat, entscheidet nicht der Tagesplan, sondern das Stundenraster.
Herausforderungen

Was hier anders ist

Extreme Verfügbarkeitsanforderung

Versorgungsverträge und teils medizinische oder prozesskritische Abnehmer lassen kaum Spielraum. Die Fenster sind kurz und fest – verlängert werden sie nur im Ausnahmefall.

Kryotechnik

Coldbox, Wärmetauscher und Verdichter verlangen Spezialgewerke. Abkühlen und Wiederanfahren sind eigene Vorgänge mit eigener Dauer und geringen Pufferzeiten.

Sicherheit bei Sauerstoff und Wasserstoff

Sauerstoff, Wasserstoff und kryogene Medien stellen hohe Anforderungen an Explosions- und Arbeitsschutz – und prägen Zutritt, Freigaben und Ablauf.

Feste Prüffenster

Wiederkehrende Prüfungen von Druckgeräten und Behältern takten Umfang und Termin. Um sie herum wird geplant, nicht umgekehrt.

Neubau und Anbindung

H₂- und CO₂-Vorhaben binden Projektumfänge und Tie-ins in laufende Standorte ein – Projektlogik neben Stillstandslogik.

Typische Aufgaben

Ihre Aufgabe – und was wir dafür haben

Links steht, womit Betreiber in dieser Branche auf uns zukommen. Rechts, welche Leistung das abdeckt.

  • Ein Stillstand steht an

    Turnaround Management

    Führung von der Definitionsphase bis zu Closeout und Lessons Learned – als verlängerter Arm des Betreibers.

  • Das Stillstandsfenster ist sehr kurz

    Terminplanung im Stillstand

    Vernetzte, dynamische Detailterminpläne bis ins Stundenraster, kritischer Pfad und Fortschrittsmessung in jeder Schicht.

  • In der Ausführung zählt jede Stunde

    Ausführungskoordination

    Gewerke-Koordination in der Anlage: messen, bewerten, gegensteuern – jede Schicht neu.

  • Der Umfang muss unter Kontrolle bleiben

    Scope Management

    Challenge-Workshops und ein Scope-Freeze, der hält – gerade dort, wo das Fenster kaum wachsen kann.

  • Ein H₂- oder CO₂-Projekt kommt dazu

    Project Controls on demand

    Termine, Kosten und Dokumente für Neubau und Anbindung – im passenden Umfang, auch über mehrere Projekte hinweg.

  • Ist dieser Terminplan technisch belastbar?

    SMI

    Messbare Terminplanqualität – für den eigenen Plan ebenso wie für die Ihrer Kontraktoren und Partner.

  • Uns fehlen Leute für die Spitze

    Staffing

    Terminplaner, Supervisoren, Bauleiter und QA/QC-Personal – geprüft und genau für die Monate, in denen Sie sie brauchen.

Passt dazu

Stillstand oder Projekt?

In dieser Branche unterstützen wir in beiden Welten. Von hier aus geht es weiter zu den Leistungen, die dazugehören.

Anlagenstillstände

Vom TAR-Check über Scope und Terminplanung bis zur Führung des gesamten Stillstands.

Zu den Leistungen

Investitionsprojekte

Von der Machbarkeit über Kalkulation und Project Controls bis zur Bauleitung und Gesamtverantwortung.

Zu den Leistungen
Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wie planen Sie einen Stillstand ohne Versorgungspuffer?

Rückwärts vom Versorgungsversprechen. Zuerst steht fest, wann die Anlage wieder liefern muss; daraus ergibt sich das Fenster, und erst darin wird der Umfang festgelegt. Wo das nicht aufgeht, sind Ersatzversorgung, Vorproduktion oder eine Aufteilung in mehrere kürzere Fenster die Alternativen – das entscheidet der Betreiber, wir liefern die Grundlage dafür.

Warum liegt die Kryotechnik so oft auf dem kritischen Pfad?

Weil Abkühlen und Wiederanfahren feste physikalische Zeiten brauchen, die sich nicht durch mehr Personal verkürzen lassen, und weil die Spezialgewerke für Coldbox und Verdichter selten sind. Beides gehört als eigener Vorgang in den Plan, nicht in einen Puffer.

Unterstützen Sie auch H₂- und CO₂-Neubauprojekte?

Ja. Neubau- und Anbindungsvorhaben steuern wir mit unseren eigenen Methoden – Termine, Kosten und Dokumente von der Idee bis zur Inbetriebnahme.

Können Sie auch mehrere Standorte parallel steuern?

Ja. Project Controls on demand ist genau dafür gedacht: dieselbe Steuerung über mehrere Vorhaben und Standorte hinweg, in dem Umfang, den das jeweilige Vorhaben gerade braucht.

Arbeiten Sie betreiberseitig und unabhängig?

Ja. Wir berichten an den Betreiber, nicht an ein ausführendes Gewerk – ep-cm ist inhabergeführt und gehört zu keiner Gruppe mit ausführenden Firmen. Bei Industriegasen zählt das besonders an der Kryotechnik: Coldbox, Wärmetauscher und Verdichter verlangen Spezialisten, die es nur wenige Male gibt. Wir koordinieren sie aus Ihrer Sicht – Anlagenzustand und Verfügbarkeit geben den Takt vor.

Begriffe wie Coldbox erklärt unser Glossar – zusammen mit 58 weiteren Begriffen aus dem Stillstands- und Projektgeschäft.